Jelenia Góra (Hirschberg) – Dr. Klaus Ullmann
Die Tatsache, dass Dr. Klaus Ullmann in „Jelenia Góra“ verstarb und ihm in der Gnadenkirche eine Gedenktafel gewidmet wurde, zeugt von der tiefen, persönlichen und symbolischen Verbundenheit dieses Ortes mit seiner Nachkriegsmission in Schlesien. Die Kirche steht als Sinnbild für die vielschichtige Geschichte der Region sowie für das bleibende Erbe, das er zu bewahren und zu integrieren suchte.
Sein Beitrag zur Gnadenkirche ist nicht allein an möglichen direkten Zuwendungen zu messen, sondern vor allem an der Gründung des VSK – des Vereins zur Erhaltung der schlesischen Kunst und Kultur – sowie an dem symbolischen Gedenken an sein Wirken innerhalb der Mauern dieses Gotteshauses.
Dies ist eine überaus wertvolle Fragestellung, die es uns erlaubt, die spezifischen Verdienste von Dr. Ullmann und dem von ihm ins Leben gerufenen Verein VSK zu beleuchten.
Untersuchungen bestätigen, dass der „Verein zur Erhaltung der schlesischen Kunst und Kultur (VSK)“ unmittelbar an den Restaurierungsprojekten in der Gnadenkirche in Jelenia Góra beteiligt war.
Obgleich Dr. Klaus Ullmann bis zu seinem Tode im Jahr 1997 die treibende Kraft des VSK war und sein Wirken die Richtung des Vereins vorgab, wurden viele der Restaurierungsvorhaben in der Gnadenkirche erst nach seinem Ableben realisiert – fußend auf dem Fundament, das er zeitlebens geschaffen hatte.
Beitrag des VSK zur Erneuerung der Gnadenkirche
Obgleich Dr. Klaus Ullmann bereits im Jahr 1997 verstarb, sind die Restaurierungsprojekte in der Gnadenkirche ein direktes Ergebnis seiner Visionen und Impulse, die er in den von ihm 1993 gegründeten „Verein zur Erhaltung der schlesischen Kunst und Kultur (VSK)“ einbrachte. Der grenzüberschreitende Charakter der Organisation sowie ihr Fokus auf die deutsch-polnische Zusammenarbeit zur Rettung des schlesischen Kulturerbes bildeten das Fundament für die erfolgreichen Konservierungsmaßnahmen.
Im Folgenden sind die dokumentierten Restaurierungsprojekte aufgeführt, bei denen der VSK als Initiator oder maßgeblicher Partner eine Schlüsselrolle einnahm:
Innenrestaurierung: 84 Bibeltafeln und der Altar (2002) Eines der frühesten und bedeutendsten dokumentierten Projekte des VSK in Hirschberg (Jelenia Góra) war die Restaurierung des Altars sowie der 84 Bibeltafeln an den Emporen der Gnadenkirche zum Kreuz Christi. Ziel dieses Vorhabens war die Bewahrung und Wiederherstellung der einzigartigen barocken Innenausstattung des Gotteshauses. Dr. Klaus Ullmann förderte diese Restaurierung maßgeblich durch den Einsatz seiner „privaten Mittel“.
In gleicher Weise leistete die Erika-Simon-Stiftung (gemäß Schreiben vom 20. Juli 2002) einen bedeutenden finanziellen Beitrag zur Restaurierung und Vergoldung des Altars sowie der Inschriften auf den Emporen.
Prof. Dr. Friedhelm Grundmann (Sohn des ehemaligen schlesischen Provinzialkonservators) vom Rotary Club Hamburg-Wandsbek gelang es, die Mitglieder seines Clubs für die Beteiligung an dieser Restaurierung zu gewinnen.
Der Pfarrer der Gnadenkirche, Prälat Oberst Dr. Andrzej Bokiej († 9.08.2022), konnte ebenfalls in seiner Gemeinde Spender für die Erneuerung der Bibeltexte und des Altars mobilisieren.
Wir dürfen stolz darauf sein, dass auf diese Weise „alte und neue Schlesier“ gemeinsam den Grundstein für die Versöhnung gefestigt haben. Der VSK fungierte dabei im Namen der deutschen Geldgeber lediglich als Treuhänder dieser Mittel.
Anbringung der Gedenktafel in der Gnadenkirche für Dr. Klaus Ullmann.
Die Kunsthistorikerin Frau Dr. Stefania Żelasko aus Jelenia Góra hat als Bindeglied zwischen den deutschen Spendern und der Leitung der Gnadenkirche diese Restaurierung wesentlich sehr erfolgreich begleitet.
Durch ihren besonderen Kontakt zu Probst Dr. Andrzej Bokiej konnte Sie diesen dafür gewinnen, dass mit der Anbringung der Gedenktafel für Dr. Ulmann dessen Wirken für Schlesien gedacht wird.
Projekt Gnadenfriedhof – Die Grabkapellen.
Der Gnadenfriedhof befindet sich im Eigentum der Stadt Jelenia Góra (Hirschberg).
Dr. Klaus Ullmann schuf in Gesprächen mit dem Stadtpräsidenten von Jelenia Góra das Fundament für die später so erfolgreich umgesetzte Renovierung des Gnadenfriedhofs.
Heute ist der Gnadenfriedhof ein bedeutender Kulturort mit hervorragend gestalteten Informationstafeln, der von den Einwohnern als Ort der Erholung sehr geschätzt und angenommen wird.
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Der Altar in der Gnadenkirche in Hirschberg wurde von der Erika Simon Stiftung restauriert. Dabei wurde auch ein Teil der übermalten deutschen Bibelverse auf den Emporen freigelegt.
Im Jahr 2010 finanzierte die Erika Simon Stiftung den Ankauf von vier schlesischen Glaspokalen aus dem 18. und 19. Jahrhundert für das Riesengebirgsmuseum in Hirschberg.
Im Jahr 2002 finanzierte die Erika Simon Stiftung die Restaurierung der Säule, die im 19. Jahrhundert zu Ehren des verdienten Bürgermeisters Schönau errichtet wurde.
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Renowacja napisów biblijnych na płycinach empor.
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Die Erika-Simon-Stiftung wurde am 31. Oktober 1993 von Gerhard Simon ins Leben gerufen. Ihr zentrales Anliegen ist die Bewahrung des deutschen Kulturerbes für die deutschen und polnischen Bewohner Schlesiens sowie die Förderung der Versöhnung zwischen Deutschen und Polen. Die Stiftung unterstützt vielfältige Projekte, die von der Restaurierung bedeutender Bau- und Kunstdenkmäler bis hin zur Ausrichtung kultureller Veranstaltungen reichen. Seit 2008 führt die Witwe des Stifters, Waltraud Simon, den Vorsitz der Stiftung, deren Vorstand mit ausgewiesenen Experten aus dem Kulturbereich besetzt ist.
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Ullrich Junker unterzog sich der akribischen, beinahe benediktinischen Aufgabe, jene
biblischen Inschriften zu transkribieren, die in gotischen Lettern die Emporen zieren.
Als Fundament für sein Werk dienten ihm die historischen Aufzeichnungen aus dem
18. Jahrhundert aus der Feder von David Zeller.
Ullrich Junker
Małe vademecum
po emporach w Kościele Łaski
napisane z okazji trzysetnej rocznicy podpisania
Ugody Altränsztadzkiej.